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Feedback ist in der menschlichen Kommunikation sehr wichtig.

Wir alle haben ein Selbstbild von uns. Andere Personen haben ein Fremdbild von uns. Dazu zählen natürlich auch Arbeitskollegen, Chefs, Vorgesetzte und Klienten. Diese Bilder stimmen manchmal mehr und manchmal weniger überein.

Wenn es gelingt, diese Bilder anzugleichen, dann erleichtert und fördert dies die Kommunikation und das Wohlfühlen im Berufsleben und im Alltag.

Der Vorgang des Austauschs von Selbst- und Fremdbild, insbesondere die Mitteilung und Kommunikation des Fremdbilds ("so sehe ich Dich...") ist in unserer alltäglichen Kommunikationskultur schwierig und häufig gestört. Das hat mehrere Gründe:

  • Dieser Austausch findet zu selten statt. Dadurch entsteht einserseits Angst vor einer Klärung und zugleich Sehnsucht danach. Beides führt leicht zu einer Überbewertung.
  • Der kommunikative Bilderabgleich findet oft zur völlig falschen Zeit statt. Dadurch ist eine angemessene Aufnahme fast nicht möglich und es bleibt ein schaler Nachgeschmack.
  • Zumeist findet das Feedback nur in Konfliktsituationen statt. Dadurch wird wertschätzendes Feedback noch seltener.
  • Feedback wird häufig verwechselt mit Beurteilungen ("so bist du..."). Dieses Muster sind wir von Kindesbeinen an gewohnt.

 

Um diesem Mechanismus zu entkommen, ist es sehr hilfreich in Teams, Projekten und Organisationen in immer wiederkehrenden Runden Feedback mit vorher vereinbarten Feedback-Regeln durchzuführen:

  1. Feedback bezieht sich immer auf das Hier & Jetzt. Es ist wie alles auf dieser Welt in Bewegung. Es kann sich von Minute zu Minute wieder ändern.
  2. Feedback unterliegt immer menschlicher Subjektivität. Mein Bild von anderen Kollegen oder vom Partner wird durch eigene Übertragungen und Projektionen beeinflusst. Das hängt mit der menschlichen Erfahrungsbildung und wichtigen Lebenspartnern zusammen. Daher ist immer nur ein gewisser Teil des Feedbacks für den Empfänger wichtig. Jeder muß daher selbst entscheiden, welcher Teil der Rückmeldung wirklich bedeutsam ist.
  3. Zuletzt gilt es zu beachten, welches Ziel das Feedback denn überhaupt hat. Geht es darum mal eine Abrechnung mit dem anderen zu starten ("einfach mal die Meinung sagen..") oder geht es um wirkliche Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit? Geht es um letzteres, dann ist die Verknüpfung mit Wünschen an die zukünftige Zusammenarbeit sehr förderlich.
  4. Gute Formulierungen für Feedback können lauten:

"So hast Du auf mich gewirkt:............................"

"Das hast Du bei mir ausgelöst:..........................." usw.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 20. September 2009 um 14:15 Uhr